Was ein Lagerraum in Berlin kostet
Der Preis eines Lagerraums hängt von drei Dingen ab: von der Größe, von der Lage und von der Lagerart. Mit der Größe steigt der Monatspreis, der Preis je Quadratmeter sinkt. Das zeigen die regulären Monatspreise eines Self-Storage-Standorts in Berlin-Neukölln (Shurgard, Gradestraße, Stand: 13. Oktober 2026):
Zahlen im Vergleich
Regulärer Monatspreis je Größe in Berlin-Neukölln
Euro je Monat
- 1,5 m²63 €
- 3 m²88 €
- 6 m²160 €
- 9 m²219 €
- 12 m²301 €
- 15 m²358 €
- 22,5 m²511 €
Der kleinste Raum kostet damit 42 € je Quadratmeter, der größte rund 23 €. Neben den regulären Preisen zeigt die Website Sonderpreise für Neukunden, meist die Hälfte, ab 18 m² nur ein Viertel weniger; für viele Räume kostet der erste Monat 1 €. Die Lage macht noch mehr aus: Für 3 m² verlangt derselbe Anbieter in Wilmersdorf 146 €, in Neukölln 88 € und in Reinickendorf 87 € im Monat. Wer nicht ständig an seine Sachen muss, spart mit einem Standort am Stadtrand.
Am deutlichsten unterscheiden sich die Lagerarten. Vier Berliner Beispiele, die Preise umgerechnet auf einen Quadratmeter und einen Kalendermonat:
| Beispiel | Größe | Regulärer Preis | Aktionspreis | Je m² und Monat, regulär |
|---|---|---|---|---|
| Self-Storage, Shurgard Berlin-Neukölln | 6 m² | 160 € je Monat | 80 € je Monat, erster Monat 1 € | rund 27 € |
| Self-Storage, MyPlace Berlin-Marienfelde | 5,26 m² | 43,88 € je Woche, abgerechnet alle vier Wochen | 21,94 € je Woche im ersten Jahr | rund 36 € |
| Abgeholte Lagerung, Boxie24 Berlin | 6 m² | 117,44 € je vier Wochen | 58,73 € je vier Wochen, für 4 bis 12 Wochen | rund 21 € |
| Lagercontainer, MyContainer Blankenfelde-Mahlow | 13,88 m² | 139 € je Monat | 2 Monate gratis ab 12 Monaten Laufzeit | rund 10 € |
Der Container ist je Quadratmeter am günstigsten, steht aber südlich der Stadtgrenze im Freien. Die Räume in Gebäuden kosten rund das Zwei- bis Dreieinhalbfache. Bei der abgeholten Lagerung sparst du dafür den Transporter, zahlst aber für die Abholung größerer Mengen und für jede Rücklieferung. Welche Größe du brauchst, ermittelst du vor dem Preisvergleich mit Lagerraumgröße berechnen.
Lagerbedarf vor der Anfrage festlegen
Ein Angebot ist nur so gut wie deine Angaben. Bevor du anfragst, klärst du vier Dinge:
- Inventarliste schreiben. Notiere jedes Möbelstück mit Maßen und ob es zerlegt oder aufgebaut ins Lager kommt, dazu die Zahl der Kartons. Ein zerlegter Kleiderschrank liegt flach an der Wand, ein aufgebauter braucht seine volle Grundfläche. Wie du Möbel für das Lager schützt, steht im Ratgeber Möbel verpacken.
- Höhe mitdenken. Die Räume bei Shurgard sind rund 3 m hoch, bei Boxie24 2,5 m, der Container innen 2,39 m. Wer stabil stapelt, braucht weniger Fläche, und zwei Räume mit gleicher Grundfläche fassen je nach Höhe unterschiedlich viel.
- Dauer mit Puffer planen. Rechne mit der erwarteten Dauer und mit einer Verlängerung, falls sich die Schlüsselübergabe verschiebt. Brauchst du den Raum nur drei Wochen, zahlst du bei zwei Monaten Mindestmietdauer trotzdem zwei Monate.
- Zugriffe und Empfindliches festlegen. Brauchst du zwischendurch Winterkleidung oder Unterlagen, nimm einen Standort mit langen Zugangszeiten, etwa 6 bis 22 Uhr. Polstermöbel, Matratzen, Massivholz und Elektronik vertragen keine Feuchtigkeit; frag, ob der Raum beheizt, belüftet oder klimatisiert ist. MyPlace etwa zeigt für Marienfelde die gemessene Temperatur und Luftfeuchtigkeit online, die Räume dort sind aber nicht klimatisiert.
Nicht alles darf ins Lager. Die AGB von Shurgard verbieten unter anderem Gasflaschen, Batterien, Spraydosen, Benzin und andere brennbare Flüssigkeiten, Lebensmittel, die nicht sicher verpackt sind, sowie Bargeld, Schmuck, Kunstobjekte und unersetzliche Gegenstände. Den Akku vom E-Bike, die Gasflasche vom Grill und Wertsachen nimmst du also mit. Und alles, was du nicht mehr brauchst, kostet im Lager jeden Monat Miete: Wer vorher ausmistet, mietet einen kleineren Raum.
Selbstlagerraum, Container oder abgeholte Lagerung
Die Lagerart entscheidet, welche Kosten neben der Miete anfallen und wie leicht du an deine Sachen kommst.
Welche Lagerart passt zu dir?
Du ziehst selbst um
Selbstlagerraum
Beim Selbstlagerraum (Self-Storage) mietest du einen abschließbaren Raum in einem Lagergebäude, bringst die Möbel selbst hin und kommst während der Zugangszeiten jederzeit an deine Sachen. Transporter, Helfer und Schloss organisierst du selbst. Das passt, wenn du ohnehin selbst umziehst oder während der Lagerzeit einzelne Kartons brauchst.
Die Möbel ruhen bis zum Einzug
Lagercontainer
Der Lagercontainer steht auf einem umzäunten Freigelände, im Berliner Beispiel südlich der Stadtgrenze. Du fährst mit dem Transporter bis an die Ladekante, trägst kaum und zahlst je Quadratmeter am wenigsten. Dafür ist die Anfahrt länger, und der Container steht im Freien. Das passt für Möbel, die du erst beim Einzug wieder brauchst.
Ohne Auto oder Aufzug
Abgeholte Lagerung
Bei der abgeholten Lagerung tragen Möbelpacker deine Sachen aus der Wohnung und bringen sie in ein Zentrallager. An deine Sachen kommst du nur über eine Rücklieferung oder einen vereinbarten Termin. Das passt, wenn du kein Auto hast, im Altbau ohne Aufzug wohnst oder nur selten etwas zurückbrauchst.
Lagert eine Spedition deine Möbel zwischen Auszug und Einzug ein, ist das eine vierte Variante; wie sie abläuft, erklärt der Ratgeber Umzug mit Zwischenlagerung.
Was neben der Miete dazukommt
Die Miete ist nur ein Teil der Rechnung. Bei den Berliner Beispielen kommen diese Posten hinzu (Stand: 13. Oktober 2026):
| Kostenpunkt | So viel kostet er bei den Beispielen |
|---|---|
| Einmalige Gebühr | Shurgard: 20 € Verwaltungsgebühr bei der ersten Anmietung |
| Schloss | Shurgard: 14,90 €, falls dein eigenes nicht passt; MyContainer: 6 €, optional |
| Versicherung | Shurgard über den Makler Marsh: 16 € im Monat bis 2.000 €, 22 € bis 4.000 €, 42 € bis 10.000 €; MyPlace: 14 € je vier Wochen bis 4.000 € |
| Kaution | MyPlace: sechs Wochenmieten, als Aktion bis Ende Oktober 0 €; MyContainer: zwei Monatsmieten; Boxie24: keine |
| Transport selbst | Transporter XL im Carsharing von MILES: 69,99 € für 3 Stunden und bis zu 40 km, Kraftstoff und Versicherung inklusive |
| Abholung und Rücklieferung | Boxie24: Abholung bis 4 m² aus dem Erdgeschoss kostenlos, sonst Gebühr nach Größe und Stockwerk; Rücklieferung immer kostenpflichtig; Stücke über 25 kg muss der Anbieter nicht transportieren |
| Verpackung | Boxie24 packt lose Teile in Kartons und berechnet 5 € je Karton |
Die Kaution bekommst du zurück, wenn du den Raum leer und sauber zurückgibst. Zähl sie nicht zu den Kosten, plane sie aber als gebundenes Geld ein. Bei Shurgard sagen Website und Vertragsbedingungen nicht dasselbe: Die Standortseite wirbt mit „Keine Kaution“ und Miete ab einer Woche, die AGB vom 15. Juli 2026 nennen eine Kaution von einer Monatsmiete und eine Mindestvertragslaufzeit von einem Monat. Lass dir vor der Unterschrift schriftlich bestätigen, was in deinem Vertrag gilt.
Versicherung: Hausrat oder Lagerversicherung
Bei allen vier Beispielen bist du selbst dafür verantwortlich, dein Lagergut zu versichern. Shurgard verpflichtet dich, deine Sachen zu versichern, über den Makler des Anbieters oder bei einer eigenen Versicherung; bei MyContainer sind die Lagergüter ausdrücklich nicht vom Vermieter versichert. Zwei Annahmen gehen dabei oft schief.
Irrtum
„Meine Hausratversicherung zahlt auch für die Möbel im Lager.“
Richtig
Die Musterbedingungen des Versichererverbands GDV schützen Hausrat außerhalb der Wohnung nur, solange er sich dort vorübergehend befindet; ab wie vielen Monaten das nicht mehr gilt, legt dein Vertrag fest. Gegen Sturm und andere Naturgefahren besteht dieser Schutz außerhalb der Wohnung nur innerhalb von Gebäuden.
Irrtum
„Versicherung inklusive heißt: Ein Schaden ist bezahlt.“
Richtig
Die kostenlose Basisversicherung von Boxie24 zahlt höchstens 0,65 € je Kilogramm und nur bei nachgewiesener grober Fahrlässigkeit; Brand ist nicht eingeschlossen. Für einen Sessel mit 25 kg wären das höchstens 16,25 €.
Prüf deshalb zuerst deine Hausratversicherung. Unter „Außenversicherung“ steht, wie viele Monate Sachen außerhalb der Wohnung versichert sind und bis zu welcher Grenze. Reicht das nicht für die ganze Lagerzeit, lass dir den Lagerraum schriftlich einschließen oder nimm die Versicherung, die der Anbieter vermittelt. Als Versicherungssumme setzt du an, was es kosten würde, alles Eingelagerte neu zu kaufen. Wann die Außenversicherung greift und welche Gefahren sie deckt, erklärt der Ratgeber Umzug und Versicherung.
Angebote vergleichbar machen
Zwei Angebote sind erst vergleichbar, wenn sie dieselbe Dauer, denselben Platz und dieselben Leistungen abdecken. Drei Punkte verzerren den Vergleich am häufigsten.
Abrechnung je Monat oder vier Wochen
In Zahlen
Shurgard rechnet monatlich ab, MyPlace und Boxie24 alle vier Wochen.
13Rechnungen im Jahr
Wer alle vier Wochen abrechnet, stellt im Jahr 13 Rechnungen statt 12.
Rechne Wochenpreise deshalb über 52 Wochen auf das Jahr hoch und teile durch 12: 43,88 € je Woche sind 175,52 € je vier Wochen, aber 190,15 € je Monat.
Grundfläche und Höhe
Quadratmeter sagen nur die halbe Wahrheit. Ein Raum mit 6 m² und rund 3 m Höhe fasst etwa 18 m³, einer mit 6 m² und 2,5 m Höhe 15 m³. Vergleiche deshalb Grundfläche und Höhe, und frag, ob sperrige Stücke wie das Sofa durch Tür und Gang passen.
Aktionspreise und Laufzeitrabatte
Aktionspreise laufen aus oder hängen an Bedingungen. Bei Boxie24 hängt die Dauer des Rabatts an der Mindestlagerdauer: 50 % gibt es für 4 Wochen bei 3 Monaten, für 8 Wochen bei 6 Monaten und für 12 Wochen bei 12 Monaten. Bei MyPlace gilt der halbe Preis im ersten Jahr. Shurgard nennt für den Sonderpreis kein Enddatum; die AGB erlauben aber frühestens 6 Monate nach Vertragsschluss eine Erhöhung, wenn bestimmte Kosten des Anbieters steigen, und geben dir dann ein Recht zur fristlosen Kündigung binnen 4 Wochen. Lass dir deshalb schriftlich geben, wie lange der Preis gilt und was der Raum danach kostet.
Für lange Lagerzeiten gibt es eigene Rabatte: MyPlace zieht 15 % von der Jahresmiete ab, wenn du sie im Voraus zahlst, und MyContainer schenkt bei 12 Monaten Laufzeit die ersten 2 Monate. Solche Rabatte lohnen sich nur, wenn du sicher so lange lagerst; bei Boxie24 zahlst du einen Laufzeitrabatt zurück, wenn du die Mindestlagerdauer nicht einhältst.
Gesamtpreis für die Lagerdauer rechnen
So sieht die Rechnung für drei Monate in einem 6-m²-Raum bei Shurgard in Neukölln aus, mit den Preisen vom 13. Oktober 2026. Angenommen sind der Sonderpreis von 80 € mit 1 € im ersten Monat, eine Versicherung bis 4.000 €, ein Schloss vom Standort und je Richtung eine Fahrt mit einem XL-Transporter im 3-Stunden-Tarif von MILES, bei der 40 km reichen.
So rechnest du
- Miete1 € + 2 × 80 €161 €
- Versicherung bis 4.000 €3 × 22 €66 €
- Verwaltungsgebühr und Schloss20 € + 14,90 €34,90 €
- Transporte2 × 69,99 €139,98 €
- Gesamtpreis für drei Monate161 € + 66 € + 34,90 € + 139,98 €401,88 €
Gesamtpreis für dein Angebot
- Miete gesamt161,00 €
- Versicherung gesamt66,00 €
- Transporte139,98 €
- Gesamtpreis401,88 €
Ohne Aktion kostete dieselbe Lagerung 480 € Miete und 720,88 € insgesamt. Verschiebt sich der Einzug um drei Monate, kommen mit Sonderpreis 3 × (80 € + 22 €) = 306 € hinzu. Die Kaution von einer Monatsmiete, die die AGB vorsehen, zahlst du zusätzlich; du bekommst sie zurück, wenn bei der Rückgabe nichts offen ist. Im Rechner setzt du die Werte deines Angebots ein; bei Anbietern mit 4-Wochen-Takt zählst du statt Monaten die Abrechnungszeiträume.
Ausfüllbarer Kostenvergleich
Trag für jedes Angebot dieselben Werte ein. Schreib „inklusive“, wenn eine Leistung enthalten ist, und „offen“, wenn ein Preis fehlt – ein leeres Feld ist kein Nullbetrag.
| Vergleichspunkt | Angebot A | Angebot B |
|---|---|---|
| Anbieter, Standort, Lagerart | eintragen | eintragen |
| Grundfläche und Höhe | m² und m | m² und m |
| Abrechnung je Monat oder je vier Wochen, Zahl der Zeiträume | eintragen | eintragen |
| Mindestmietdauer und Kündigungsfrist | eintragen | eintragen |
| Aktionspreis, seine Dauer und der Preis danach | eintragen | eintragen |
| Miete für die ganze Dauer | Euro | Euro |
| Versicherung für die ganze Dauer, mit Versicherungssumme | Euro | Euro |
| Einmalige Gebühren und Schloss | Euro | Euro |
| Hin- und Rücktransport mit Tragen | Euro | Euro |
| Zwischenzugriffe oder Teilrücklieferungen | Euro | Euro |
| Gesamtpreis | Summe | Summe |
| Kaution, kommt zurück | Euro | Euro |
Verlängern, kündigen und auslagern
Verschiebt sich dein Einzug, läuft der Vertrag nach der Mindestmietdauer bei allen vier Beispielen weiter, bis du kündigst. Teuer wird es, wenn du die Kündigungsfrist verpasst: Je nach Vertrag zahlst du dann eine Woche, vier Wochen oder einen Monat mehr. Die Fristen aus den Vertragsbedingungen der Beispiele:
MyPlace
Mindestmietdauer zwei Wochen, danach wöchentlich kündbar mit einer Frist von zwei Wochen.
Shurgard
Mindestvertragslaufzeit 1 Monat, danach Kündigung mit mindestens 15 Kalendertagen Frist zum Ende eines Abrechnungszeitraums, per Brief oder E-Mail.
Boxie24
Mindestdauer je nach Tarif zwei bis zwölf Mietperioden von vier Wochen, also mindestens 8 Wochen; danach verlängert sich die Miete jeweils um vier Wochen.
MyContainer
Mindestmietdauer 2 Monate, danach Kündigung mit 14 Tagen Frist zum Monatsende in Textform, eine E-Mail reicht.
Mindestmietdauerdanach kündbar
Für den Weg aus dem Lager planst du dieselben Posten wie beim Einlagern: Transporter oder Rücklieferung, Helfer und die Tragestrecke in der neuen Wohnung, etwa vier Stockwerke im Altbau ohne Aufzug. Bei Boxie24 ist jede Rücklieferung kostenpflichtig und kommt erst, wenn alle Rechnungen bezahlt sind. Frag vorher, was eine Teilrücklieferung kostet, wenn du einzelne Stücke früher brauchst. Gekündigt ist dort erst, wenn der Lagerraum leer übergeben ist.
Zur Rückgabe gehört ein leerer, sauberer Raum. MyContainer verlangt den Container vollständig geräumt, verschlossen und besenrein und spätestens am letzten Miettag ein Foto des leeren, gereinigten Innenraums; erst nach dieser Prüfung zahlt der Vermieter die Kaution zurück. Fotografiere den Raum deshalb bei der Übernahme und bei der Rückgabe. Trag die Kündigung mit Puffer in den Kalender: Kommt sie bei Shurgard einen Tag zu spät, zahlst du einen weiteren Monat.
