Arbeitsamt oder Jobcenter: wer zuständig ist
„Arbeitsamt“ heißt heute keine Behörde mehr: Seit dem 1. Januar 2004 sind die Arbeitsämter Agenturen für Arbeit. Die frühere „Umzugskostenbeihilfe“, eine Mobilitätshilfe nach § 53 SGB III, ist zum 1. Januar 2009 weggefallen. Umzugskosten für eine neue Stelle laufen heute über das Vermittlungsbudget nach § 44 SGB III, aus dem die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Kosten rund um Bewerbung und Arbeitsbeginn übernehmen können.
Welche Stelle über deinen Antrag entscheidet, hängt von deiner Leistung ab. Bekommst du Arbeitslosengeld oder bist du arbeitsuchend gemeldet, ist die Agentur für Arbeit an deinem bisherigen Wohnort zuständig. Beziehst du Grundsicherungsgeld, ist es dein Jobcenter. Bisherige Bürgergeld-Bescheide gelten inhaltlich weiter, und auf manchen Formularen steht noch der alte Name. Bekommst du Arbeitslosengeld und ergänzend Grundsicherungsgeld, nenne in deiner Anfrage beide Leistungen. In Berlin gibt es drei Agenturen für Arbeit (Nord, Mitte, Süd) und zwölf Jobcenter.
Voraussetzungen: wer gefördert wird
Ob du überhaupt gefördert werden kannst, entscheidet zuerst dein Status.
Gehörst du zum geförderten Personenkreis?
Kann gefördert werden
- Gefördert werden können Arbeitslose, Ausbildungsuchende und Arbeitsuchende, denen Arbeitslosigkeit droht, etwa weil sie schon eine Kündigung haben (§ 44 Absatz 1 SGB III).
- Die neue Stelle muss versicherungspflichtig sein; dazu zählen eine betriebliche Ausbildung und Ausbildungen an Berufsakademien oder Hochschulen, wenn Versicherungspflicht besteht.
- Beim Jobcenter kann auch eine schulische Berufsausbildung gefördert werden (§ 16 Absatz 3 SGB II).
- Eine Stelle in einem anderen EU-Staat, im EWR oder in der Schweiz zählt, wenn sie mindestens 15 Stunden pro Woche umfasst (§ 44 Absatz 2 SGB III).
Wird nicht gefördert
- Nicht gefördert wird, wer ungekündigt arbeitet und aus persönlichen Gründen wechselt, etwa für mehr Gehalt oder einen anderen Wohnort.
- Ein Minijob reicht nicht, weil er in der Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei ist (§ 27 Absatz 2 SGB III).
- Ausgeschlossen sind außerdem Beamtenanwärter und Freiwilligendienste wie das Freiwillige Soziale Jahr oder der Bundesfreiwilligendienst.
Wer der Agentur nur die neue Anschrift mitteilen muss, braucht keinen Förderantrag. Wie diese Meldung läuft und welche Fristen dafür gelten, steht im Ratgeber Umzug bei der Agentur für Arbeit melden.
Vermittlungsbudget: was gezahlt wird
Die Bundesagentur nennt als Umzugskosten für den notwendigen Umzug an den neuen Arbeits- oder Ausbildungsort zwei Beispiele: die Miete von Fahrzeugen und die Beauftragung eines Umzugsunternehmens. Übernommen werden die angemessenen Kosten, soweit dein Arbeitgeber keine gleichartigen Leistungen erbringt (§ 44 Absatz 1 Satz 3 SGB III). Zahlt die neue Firma eine Umzugspauschale, ziehst du sie also von deinem Antrag ab. Erstattet wird pauschal oder auf Nachweis, und zwar als Zuschuss, nicht als Darlehen.
Einen festen Höchstbetrag für Umzugskosten nennen weder § 44 SGB III noch die Fachlichen Weisungen der Bundesagentur zum Vermittlungsbudget (Stand: 3. März 2025). Die Agenturen regeln die Einzelheiten intern, damit in ihrem Bezirk gleiche Maßstäbe gelten. Für andere Förderungen ab 5.000 € verlangt die Weisung die Zustimmung der Bereichsleitung, Umzugskosten sind davon ausgenommen. Beträge, die im Netz als Obergrenze kursieren, sagen über deinen Fall deshalb nichts. Ob du die Kosten selbst tragen kannst, prüft die Agentur nur vereinfacht: Bei Arbeitslosen und Ausbildungsuchenden geht sie laut Weisung in der Regel davon aus, dass sie die Kosten nicht selbst tragen können.
Umziehen, Zweitwohnung oder pendeln?
Das Vermittlungsbudget kennt drei Wege zur neuen Stelle, und du kannst mehrere Anträge stellen:
Der Arbeitsweg wäre auf Dauer zu lang
Umziehen
Du ziehst ganz an den neuen Ort; gefördert werden etwa Transporter oder Umzugsunternehmen.
Die Probezeit läuft noch
Zweitwohnung
Als Trennungskosten fördert die Agentur eine notwendige doppelte Haushaltsführung, zum Beispiel die Miete einer Zweitwohnung, wenn die neue Stelle zu weit entfernt ist.
Der Weg bleibt in zumutbarer Zeit
Pendeln
Pendelkosten sind Fahrtkosten oder Fahrkarten für die täglichen Wege zwischen Wohnort und Arbeitsort.
Die Zweitwohnung ist oft der sicherere Start, solange die Probezeit läuft: In einer vereinbarten Probezeit von höchstens sechs Monaten kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden (§ 622 Absatz 3 BGB). Planst du den Umzug erst für die Zeit danach, kläre das vor dem ersten Arbeitstag mit der Agentur. Nach ihren Weisungen muss der Antrag spätestens vor der Arbeitsaufnahme gestellt sein. Das Jobcenter hat mehr Spielraum: Nach § 16g Absatz 2 SGB II kann es Leistungen aus dem Vermittlungsbudget noch bis zu sechs Monate nach Beginn der Arbeit erbringen, auch wenn du wegen deines Lohns dann kein Grundsicherungsgeld mehr bekommst. Wie du Jobstart, Wohnungssuche und Kündigungsfristen zeitlich aufeinander abstimmst, zeigt der Ratgeber Umzug wegen Arbeit.
Jobcenter: Zusicherung für Umzugskosten
Beziehst du Grundsicherungsgeld, hat das Jobcenter neben dem Vermittlungsbudget einen zweiten Weg, der an der Wohnung hängt statt am Job. Nach § 22 Absatz 6 SGB II können Wohnungsbeschaffungskosten und Umzugskosten als Bedarf anerkannt werden, wenn der bis zum Umzug zuständige kommunale Träger das vorher zugesichert hat. Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn das Jobcenter den Umzug veranlasst hat oder er aus anderen Gründen notwendig ist und du ohne sie in angemessener Zeit keine Wohnung findest.
Mietkaution und Genossenschaftsanteile sichert dagegen der Träger am Ort der neuen Wohnung zu, und sie sollen als Darlehen fließen. Davon getrennt läuft die Zusicherung für die Miete der neuen Wohnung nach § 22 Absatz 4 SGB II. Du sollst sie vor dem Mietvertrag beim Träger am neuen Wohnort einholen. Die eine Zusicherung ersetzt die andere nicht: Wer nur die Miete zugesichert bekommt, hat damit noch kein Geld für den Transporter. Welche Miete als angemessen gilt, wie das Kautionsdarlehen getilgt wird, was unter 25 gilt und welche Umzugskosten die Berliner Jobcenter im Einzelnen übernehmen, erklärt der Ratgeber Umzug mit dem Jobcenter. Beide Wege im Überblick:
Im Vergleich
Vermittlungsbudget
Jobcenter nach § 22 Absatz 6 SGB II
Anlass: Aufnahme einer versicherungspflichtigen Arbeit oder Ausbildung
Anlass: Umzug ist notwendig oder vom Jobcenter veranlasst
Zuständig: Agentur für Arbeit am Wohnort, bei Grundsicherungsgeld das Jobcenter
Zuständig: Jobcenter bis zum Umzug; für die Kaution das Jobcenter am neuen Ort
Entscheidung: Ermessen, kein Rechtsanspruch
Entscheidung: Zusicherung soll erteilt werden, wenn die Voraussetzungen vorliegen
Antrag: Bevor Kosten entstehen, bei der Agentur spätestens vor dem ersten Arbeitstag
Antrag: Vor dem Umzug, Zusicherung abwarten
Posten: Zum Beispiel Fahrzeugmiete, Umzugsunternehmen
Posten: Umzugskosten, Wohnungsbeschaffungskosten, Kaution, Genossenschaftsanteile
Zahlung: Zuschuss, pauschal oder auf Nachweis
Zahlung: Umzugskosten als Bedarf, Kaution und Genossenschaftsanteile als Darlehen
In Berlin: Arbeit als Umzugsgrund
In Berlin legt die Senatsverwaltung in den Ausführungsvorschriften Wohnen (AV Wohnen, Fassung vom 1. Januar 2026) fest, was die Jobcenter bei einem Umzug übernehmen.
Außerhalb Berlins sind die Kreise und kreisfreien Städte für die Wohnkosten zuständig und legen die Einzelheiten selbst fest; frag dein Jobcenter nach seinem Merkblatt zum Umzug.
Antrag stellen, bevor Kosten entstehen
Die Reihenfolge entscheidet über dein Geld. Leistungen der Arbeitsförderung gibt es nur, wenn du sie vor dem Ereignis beantragt hast, das sie auslöst (§ 324 Absatz 1 SGB III). Beim Vermittlungsbudget ist das nach den Weisungen der Bundesagentur in der Regel der Moment, in dem die Kosten entstehen, spätestens der Tag, an dem du die Arbeit aufnimmst. Für das Jobcenter gilt § 324 SGB III nicht; dort werden Leistungen nicht für Zeiten vor dem Antrag erbracht (§ 37 Absatz 2 SGB II), erstattet wird also nur, was ab dem Antragstag anfällt. Die Bundesagentur sagt es für beide knapp: Eine nachträgliche Übernahme der Kosten ist nicht möglich.
So läuft es in der richtigen Reihenfolge.
Vom Jobangebot bis zur Erstattung
Vertrag unterschreiben
Zusage
Den Arbeitsvertrag darfst du vor dem Antrag unterschreiben; entscheidend ist, dass für den Umzug noch nichts gebucht ist.
vor jeder Buchung
Antrag
Den Antrag stellst du schriftlich, telefonisch oder persönlich, denn online ist er für Umzugskosten derzeit nicht möglich; fehlende Nachweise reichst du nach.
erst danach buchen
Bescheid
Per Bescheid erfährst du, ob die Kosten ganz, teilweise oder gar nicht übernommen werden.
Rechnung einreichen
Buchen und abrechnen
Erst dann buchst du Transporter oder Umzugsunternehmen und reichst nach dem Umzug Rechnungen und Zahlungsbelege ein.
Umzug begründen, Angebote einholen
Begründe im Antrag, warum du umziehen musst, mit Zeiten statt Wünschen. Einen Maßstab liefert § 140 Absatz 4 SGB III, der regelt, welche Arbeit Arbeitslosen zumutbar ist.
Zahlen im Vergleich
Ab wann der Arbeitsweg als zu lang gilt
Stunden am Tag, hin und zurück
- Arbeitszeit mehr als sechs Stundenmehr als 2,5 Stunden
- Arbeitszeit sechs Stunden und wenigermehr als 2 Stunden
Als unverhältnismäßig lang gelten im Regelfall tägliche Pendelzeiten von insgesamt mehr als 2,5 Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und von mehr als 2 Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger.
Sind in deiner Region unter vergleichbaren Beschäftigten längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab. Rechne deinen Weg mit der Fahrplanauskunft nach, von Tür zu Tür, hin und zurück, passend zu Schichtbeginn und Schichtende. Liegt er darüber, hast du ein starkes Argument; eine größere Wohnung oder ein schöneres Viertel begründen den Antrag dagegen nicht. Umgekehrt ist dir als arbeitsloser Person ab dem vierten Monat der Arbeitslosigkeit ein Umzug für eine Stelle außerhalb des Pendelbereichs in der Regel zumutbar, außer ein wichtiger Grund wie familiäre Bindungen steht entgegen.
Frag vor dem Einholen der Angebote, wie viele die Stelle sehen will. Bei Umzugskosten können zwei oder mehr Kostenvoranschläge nötig sein, die Berliner Jobcenter verlangen für eine Umzugsfirma drei. Beschreibe allen Anbietern dasselbe: beide Adressen, Etagen, Aufzug, Laufwege, Möbelliste und gewünschte Leistungen wie Möbelabbau. Ein Angebot mit Abbau und eines nur für den Transport lassen sich sonst nicht vergleichen. Für einen Selbstumzug holst du eine Preisauskunft für den Transporter ein, mit Mietdauer und enthaltenen Kilometern.
Kostenblatt zum Ausfüllen
| Angabe | Dein Eintrag |
|---|---|
| Stelle und Kundennummer | Agentur für Arbeit oder Jobcenter, Kundennummer |
| Anlass | Arbeit oder Ausbildung, Betrieb, Arbeitsort, Beginn |
| Umzug | bisherige Anschrift, neue Anschrift, Umzugstag |
| Begründung | Pendelzeit hin und zurück, Arbeitszeiten, was der Umzug löst |
| Antrag gestellt am | Datum, Weg: schriftlich, telefonisch oder persönlich |
| Bescheid | Datum, bewilligte Posten, pauschal oder auf Nachweis |
Die Zeilen sind mögliche Antragsposten, keine Zusage. Fahrzeugmiete und Umzugsunternehmen sind zwei verschiedene Wege; beantrage den, den du nutzt.
| Kostenposten | Angebot: Anbieter, Datum, Umfang | Angebotssumme | Arbeitgeber zahlt | Bewilligt | Rechnung |
|---|---|---|---|---|---|
| Transporter beim Selbstumzug | Anbieter, Fahrzeug, Mietdauer, Kilometer | Betrag | Betrag oder nichts | laut Bescheid | Betrag, Rechnungsnummer |
| Umzugsunternehmen | Anbieter, einzeln aufgeführte Leistungen | Betrag | Betrag oder nichts | laut Bescheid | Betrag, Rechnungsnummer |
| Weitere abgestimmte Posten | zum Beispiel Kartons, nur nach Absprache | Betrag | Betrag oder nichts | laut Bescheid | Betrag, Rechnungsnummer |
Schon gebucht oder umgezogen?
Hast du schon gebucht oder bist schon umgezogen, stell den Antrag trotzdem sofort; im Muster unten streichst du dann den Satz „Kosten sind bisher nicht entstanden.“ und schreibst dazu, was du wann gebucht hast. Die Agentur kann einen verspäteten Antrag zulassen, um eine unbillige Härte zu vermeiden (§ 324 Absatz 1 Satz 2 SGB III); verlassen kannst du dich darauf nicht. Beim Jobcenter gibt es diese Härteregel nicht, dort werden nur die Kosten erstattet, die ab dem Antragstag entstehen. Hilfreich ist, wenn du die Kosten vorher im Beratungsgespräch angesprochen hast: Eine solche Beratung kann als Antrag gelten, und eine Förderung, die in der Eingliederungsvereinbarung der Agentur oder im Kooperationsplan des Jobcenters konkret festgehalten ist, gilt als beantragt.
Antrag schreiben und abgeben
Ein Antrag überzeugt, wenn er den Zusammenhang zwischen neuer Stelle, Umzug und Kosten auf einen Blick zeigt. Beim Jobcenter kommt das konkrete Wohnungsangebot dazu, denn ohne Miete, Nebenkosten und Heizkosten kann es die neue Wohnung nicht prüfen.
Unterlagen für den Antrag
0 von 6 erledigtAlles erledigt
Für den Antrag selbst nimmst du das Muster unten. Eine Form schreibt das Gesetz nicht vor (§ 9 SGB X); schriftlich hast du aber den Eingangstag belegt, auf den es nach § 324 SGB III ankommt, beim Jobcenter nach § 37 Absatz 2 SGB II. Gib das unterschriebene Muster persönlich ab und lass dir den Eingang auf einer Kopie stempeln. Schickst du es per Post, belegt ein Einwurf-Einschreiben den Zugang seit dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 7. Mai 2026 (2 AZR 184/25) nicht mehr sicher. Wird es bis zur Buchung oder zum ersten Arbeitstag knapp, nimm einen Boten: Er liest den Antrag, steckt ihn selbst in den Umschlag, wirft ihn in den Briefkasten der Agentur oder des Jobcenters und hält danach im Protokoll fest, was er wann wo eingeworfen hat.
Den Antrag gibt es auch als PDF zum Ausfüllen und als Word-Datei zum Herunterladen.
Muster: Antrag aus dem Vermittlungsbudget
Deine Angaben
Dein Brief
Vor- und Nachname
Anschrift
An Agentur für Arbeit oder Jobcenter, Anschrift
Ort, Datum
Betreff: Antrag auf Übernahme von Umzugskosten aus dem Vermittlungsbudget
Kundennummer: Kundennummer
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich beantrage die Übernahme der notwendigen Umzugskosten. Ab dem Arbeitsbeginn beginne ich bei Betrieb in Arbeitsort ☐ eine versicherungspflichtige Beschäftigung als Beruf oder Tätigkeit ☐ eine betriebliche Ausbildung zum Ausbildungsberuf. Von meiner jetzigen Wohnung in jetziger Wohnort beträgt die Pendelzeit hin und zurück Pendelzeit in Stunden bei einer täglichen Arbeitszeit von Arbeitszeit in Stunden. Weitere Begründung, zum Beispiel Schichtbeginn vor der ersten Verbindung
Geplant ist der Umzug nach neuer Wohnort am Umzugstag. Kosten sind bisher nicht entstanden. Vom Arbeitgeber erhalte ich ☐ keine Umzugskostenerstattung ☐ einen Zuschuss von Zuschuss des Arbeitgebers €.
Bitte teilen Sie mir mit, wie viele Kostenvoranschläge Sie benötigen, und entscheiden Sie vor der Buchung über die Übernahme. Bei diesem Antrag liegen: beigefügte Unterlagen. Nachreichen werde ich: fehlende Unterlagen.
Mit freundlichen Grüßen
Unterschrift
Bescheid und Abrechnung
Übernimmt die Stelle alles, kannst du schon im Antrag auf den Bescheid verzichten; bei teilweiser Übernahme zeigt er dir, welche Posten gestrichen sind. Das Vermittlungsbudget erstattet grundsätzlich entstandene Kosten. Eine Vorauszahlung ist nur unter besonderen Umständen des Einzelfalls möglich, etwa wenn dir das Geld zum Vorstrecken fehlt – sag das vor der Buchung. Bei einer vom Berliner Jobcenter bewilligten Umzugsfirma stellt sich die Frage nicht, weil die Firma direkt abrechnet.
Nach dem Umzug rechnest du ab. Wird auf Nachweis erstattet, zählen Rechnung und Zahlungsbeleg, nicht der Kostenvoranschlag; bei einer Pauschale gilt, was im Bescheid steht. Was der Bescheid nicht nennt, etwa einen ohne Absprache dazugebuchten Packservice, zahlst du selbst. Was am Ende bei dir bleibt, kann bei einem beruflich veranlassten Umzug in der Steuererklärung zählen; wie das geht, erklärt der Ratgeber Umzug steuerlich absetzen.
